Dominion

November 18th, 2011

Dominion

Bei Brettspielen gibt es immer wieder innovative Konzepte, die den Spieler begeistern können. Das 2009 erschienene Spiel “Dominion” aus der Feder von Donald X. Vaccarino ist eines dieser Beispiele. Ein Beweis dafür ist, dass es noch im selben Jahr den begehrten Titel “Spiel des Jahres” einheimsen konnte. Dabei ist das Grundprinzip des Spiels relativ einfach.

Die Grundregeln

Hat man sich das Spiel gekauft, ist man zuerst einmal über das Spielmaterial erstaunt. Im Karton findet man neben den Spielregeln und einem Einsatz mit Sortierstreifen lediglich 500 Spielkarten vor. Es gibt weder einen Spielplan noch Spielfiguren. Dominion ist ein Kartenspiel, welches jedoch durch unterschiedliche Kartensätze unglaublich viele verschiedene Spielvarianten zulässt. Als Herrscher in einer Provinz muss man versuchen sein Geld und somit später seine Macht, seinen Einfluss und letzten Endes seinen Besitz zu vergrößern. Man hält jeweils fünf Karten pro Spielrunde auf der Hand, mit denen man neue Karten oder Besitztümer kaufen oder Aktionen ausführen kann. Alle ausgespielten Karten werden auf einem Stapel abgelegt und man zieht neue Karten aus dem eigenen Stapel nach. Mit der Zeit erweitert man so seinen eigenen Stapel, indem man ihm Karten mit dem Geldwert von Münzen, mit Besitztümern oder mit Aktionskarten erweitert.

Neben einer taktischen Komponente gesellt sich natürlich auch ein gewisses Quäntchen Glück zum Spiel. Denn die Karten werden nach jedem Durchgang neu gemischt und man weiß nie, welche fünf Karten man in der nächsten Runde auf der Hand halten wird. Die Aktionskarten im Spiel erlauben dem Spieler dabei teils zusätzliche Aktionen, um den eigenen Reichtum zu vergrößern, teils kann aber auch dem Gegner geschadet werden, indem er beispielsweise gezwungen wird eine seiner Karten abzulegen. Eine Karte wie die Hexe kann einen Fluch auf den Spieler anwenden, wobei jeder Fluchkarte im Stapel des Spielers diesem am Ende des Spiels einen Siegpunkt kostet. Man muss also geschickt taktieren und abwägen, ob man lieber seinen Mitspielern schadet oder sich selbst einen Vorteil verschafft. Da man nie weiß, wie die anderen Spieler reagieren, muss auch oftmals im laufenden Spiel eine bereits eingeschlagene Taktik noch einmal überdacht werden.

Mehr Spielspaß durch Dominion Erweiterungen

Da es 24 verschiedene Arten von Aktionskarten gibt, pro Spiel aber nur zehn Kartenstapel zum Einsatz kommen, spielt sich quasi jede Runde anders. Ob mit diesem Ansatz bereits bei der Konzeptionierung des Spiels damit spekuliert wurde, später einmal Dominion Erweiterungen veröffentlichen zu können, ist natürlich nicht bekannt. Nach dem Gewinn des Titels “Spiel des Jahres” allerdings dauerte es nicht lange, bis mit “Die Intrige” die erste der Dominion Erweiterungen angekündigt wurde. Mittlerweile ist diese Erweiterung automatisch in der neuen Variante des Basisspiels enthalten. Dazu gibt es noch insgesamt fünf Erweiterungen, die sich allesamt mit thematisch anderen Gebieten befassen. “Die Alchemisten” beispielsweise bringt die Magie mit ins Spiel, während “Seaside” alles beinhaltet, was mit Seefahrern und Handel zu tun hat. Zum Spielen der Erweiterungen ist jeweils das Basisspiel notwendig, jedoch können alle Erweiterungen unabhängig voneinander benutzt werden.